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Spezialambulanz für ADHS bei Erwachsenen

Bei Kindern ist ADHS, das Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätssyndrom eine bekannte und medial weit beachtete Erkrankung. Weniger im Fokus der Aufmerksamkeit stehen erwachsene Patienten, die ebenfalls und zum großen Teil immer noch an ADHS leiden.

Die adulte ADHS ist eine Variante der Gehirnentwicklung, die aufgrund ihrer klinischen Kernsymptome zu einer signifikanten Beeinträchtigung in verschiedenen Lebensbereichen führen kann. Derzeit werden die meisten Betroffenen nicht diagnostiziert und dementsprechend nicht behandelt. Aufgrund der sich daraus ergebenden hohen psychosozialen und ökonomischen Kosten erscheint mehr Aufmerksamkeit in der Diagnostik und Therapie der ADHS dringend geboten.

Für Erwachsene mit ADHS bedeutet die adäquate Diagnose alleine bereits einen erheblichen therapeutischen Nutzen. Die zahlreichen Symptome benennen zu können und eine „Erklärung“ für viele Komplikationen und Misserfolge im Lauf des Lebens zur Verfügung zu haben bedeutet oft eine immense Erleichterung für die Betroffenen. Wurde die Diagnose ADHS gestellt, ist es äußerst hilfreich, die Patienten mit psychoedukativen Maßnahmen, auch unter Einbeziehung des familiären Umfelds, zu unterstützen. Aufklärung über die Kernsymptome, das erhöhte Risiko für Begleiterkrankungen, die Neigung zu Sucht- und Risikoverhalten sollten am Beginn jeder Therapie stehen. Mit steigendem Informationsgrad über die Symptomatik und ihren Einfluss auf den (Berufs)Alltag gelingt es vielen Patienten, ihre meist ohnehin seit der Kindheit entwickelten Kompensationsstrategien zu verbessern und gezielter einzusetzen.

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