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Wechsel zwischen Depression und Manie

Schwankungen der Gefühle. Jeder Mensch kennt das.

Manchmal ist die Stimmung gut, manchmal eher schlecht. Menschen mit bipolaren Störungen – auch manisch-depressive Erkrankung genannt - leben jedoch mit extremen Emotionen.

Meist beginnt die bipolare Störung im Übergangsstadium von der Kindheit zum Erwachsensein des Menschen und wird, oftmals erst Jahre später nach Ausbruch, erkannt.

Unter einer Manie versteht man ein Krankheitsbild mit unangemessen gehobener oder gereizter Stimmungslage, Rededrang, Distanzlosigkeit, Antriebssteigerung,  Impulskontrollstörungen und Größenideen. Die krankheitsbedingt gesteigerte Aktivität  kann mit unüberlegten Vertragsabschlüssen oder Geldausgaben (Kaufrausch) einhergehen und kann so zu einem erheblichen Schaden für den Betroffen führen. Leichtere Ausprägungen werden Hypomanie genannt.

Ausschließlich manische Episoden mit wiederholtem Auftreten sind eher selten (<1% der Bevölkerung), Hypomanien etwas häufiger. Manien und Hypomanien treten in der Regel im Rahmen einer bipolaren Störung auf (d.h. im Krankheitsverlauf kommt es sowohl zu manischen als auch zu depressiven Episoden); von dieser Störungsform sind etwa 3-5% der Bevölkerung im Laufe des Lebens betroffen. Bei bipolaren Störungen findet sich auch eine Häufung weiterer psychischer Störungen (u.a. Alkoholmissbrauch, Persönlichkeitsstörungen, ADHS).

Die Ursachen sind noch nicht gut erforscht, neben einer hohen familiären Häufung (genetische Grundlagen) sind oft weitere Belastungsfaktoren nachweisbar. In jedem Fall muss bei Erstdiagnose eine sorgfältige Untersuchung zum Ausschluss körperlicher Ursachen erfolgen.