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DBT

DBT ist die Abkürzung für Dialektisch-Behaviorale Therapie, ein Therapieverfahren, das zunächst speziell zur Behandlung von Borderline-Störungen entwickelt wurde. Genutzt werden dabei verschiedene Therapiemethoden, z. B. Einzeltherapie, Gruppentherapie, Super vision und Pharmako therapie. Zugrunde gelegt wird hierbei eine dialektische Betrachtungs weise, die von unterschiedlichen, meist gegensätzlichen Standpunkten ausgehend denkt und arbeitet, um dann ein Gleichgewicht zwischen den Extremen finden zu können. Das wichtigste Ziel der DBT ist, den Patientinnen und Patienten das Erreichen ihrer persönlichen Lebensziele zu ermöglichen.

Grundannahmen der DBT

Die der DBT zugrunde liegende therapeutische Haltung geht davon aus, dass Borderline- Patientinnen und Patienten ihr Bestes tun und sich verändern wollen. Es bedeutet für sie eine sehr große Anstrengung sich zu verändern, aber sie können in der Therapie erfolgreich sein.

Borderlinestörung

Jeder Mensch hat eine eigene Persönlichkeit mit be stimmten Eigenschaften und Verhaltens - weisen, die ein ganzes Leben weitgehend konstant bleiben. Diese verleihen ihm eine unverwechselbare Indi vidualität. Bei der Akzentuierung be - stimmter Merk male bzw. persönlicher Stile ent - stehen soge nannte Persönlichkeitsstörungen im Sinne eines „zuviel des Guten“. Beispielsweise wird der Be hutsame zum vermeidend Ängstlichen, der Genaue zum Zwanghaften und die Vorsichtige zu misstrauisch Paranoiden. An einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden Menschen mit einem instabilen Gefühlsleben. Sie geraten leicht in eine fast unerträgliche emotionale Anspannung. Die Instabilität ihres Gefühls lebens und der Beziehungsgestaltung führt zu Konflikten im gesamten sozialen Umfeld. Die Borderline-Störung ist heute gut therapierbar. Mit der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) sind gute Erfolge zu erzielen, so dass sich die Prognose für Borderline-Patienten deutlich verbessert.

An wen richtet sich das Angebot?

Das Angebot richtet sich an Menschen mit mehreren der folgenden Symptome:

1. Störungen der Emotionsregulation

• Stimmungsschwankungen

• Schwierigkeiten, Gefühle zu steuern

2. Störungen des Denkens

• Negative Grundannahmen

• Paranoides Denken

3. Störungen der Identität

• Das Gefühl „anders“ zu sein, als alle Anderen

• Gefühle von Unsicherheit, Fremdheit und Ekel im Umgang mit sich selbst und dem eigenen Körper

4. Störungen im zwischenmenschlichen Bereich

• Intensive und instabile Beziehungen

• Ein Wechsel zwischen Idealisierung und Abwertung

5. Störungen auf der Verhaltensebene

• Impulsive und potentiell selbstschädigende Verhaltensweisen

• Hochrisikoverhalten

Wenn Sie an einer Behandlung bei uns interessiert sind, wenden Sie sich bitte an:
Elisabeth Brück, Fachkrankenschwester für Psychiatrie und Stationsleitung
Tel. 06433 - 917 - 276
elisabeth.brueck@vitos-hadamar.de

In einem persönlichen Gespräch informieren wir Sie dann über das Behandlungsprogramm. Die Aufnahme erfolgt über eine Einweisung.

Einen Informationsflyer DBT-Behandlung finden Sie hier.

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