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Mutter-Kind-Behandlung

Nachgeburtliche psychische Erkrankungen sind keine Seltenheit, so leiden 10 bis 15 Prozent aller jungen Mütter an einer länger anhaltenden behandlungsbedürftigen Depression, ein bis zwei von 1000 entwickeln Symptome einer Psychose.

Seit über 20 Jahren bieten wir die Therapie psychisch erkrankter Mütter gemeinsam mit ihren Kindern im Alter von bis zu drei Jahren an. Eine frühe Trennung von Mutter und Kind kann dadurch vermieden werden. Behandelt wird nicht nur die Erkrankung der Mutter, sondern auch die Mutter-Kind-Beziehung.  Ziel ist es, einen besseren Kontakt zwischen Mutter und Kind herzustellen sowie Unsicherheiten und Ängste auf Seiten der Mutter zu reduzieren. Ressourcen sollen gefördert und auf diese Weise auch eine stabilere Entwicklung des Kindes ermöglicht werden. Zu Beginn der Therapie wird ein individueller Behandlungsplan mit der Mutter abgesprochen. Dieser sieht nicht nur ausreichend Zeit zur Betreuung des Kindes vor, sondern schafft auch Freiräume für die Mutter, die sie zur eigenen Genesung bedarf. So kümmert sich während bestimmter Therapien der Mutter unser Behandlungsteam um das Kind, zeitweise werden Therapien gemeinsam mit dem Kind wahrgenommen.

Die Station 2 unserer Klinik verfügt über insgesamt zwei Behandlungsplätze, wobei Mutter und Kind ein eigenes Zimmer erhalten. Die Behandlungskosten der Mutter übernehmen die Kassen, für Babynahrung, Kleidung und Windeln müssen die Mütter selbst aufkommen. Ein Vorgespräch sowie eine Besichtigung der Station vor Aufnahme sind möglich.