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Ohne Lachen ist alles umsonst

02.03.2019

Der Koblenzer Karnevalsprinz Hubertus von Rhenus und Mosella besuchte mit seinem Hofstaat Vitos Weil-Lahn in Hadamar.

Hadamar / Wer Freitagvormittag an der Pforte des Vitos Klinikums in Hadamar vorbei kam, konnte dank der Karnevalslieder schon von weitem hören, dass auch hier die fünfte Jahreszeit Einzug gehalten hatte. Der Prinz der Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft stattete mit seinem Hofstaat einen Besuch ab und wurde von Patienten, Bewohnern und Mitarbeitern sehr herzlich empfangen. Dass er mitten im Höhepunkt der Saison Zeit fand, nach Hadamar zu kommen, hatte einen besonderen Grund. Im „normalen“ Leben ist Hubertus Kleppel als Krankenpfleger in der forensischen Klinik in Hadamar tätig.

 

Ein Prinz kommt selten allein und so wurde auch seine Majestät Hubertus von einem gut dreißig Personen starken Hofstaat begleitet. Gemäß dem Motto „Venezia in Koblenz“ waren alle opulent und mit Liebe zum Detail kostümiert. Mit dabei das Solomariechen: Es bewies, dass es auch in einem Klinikfoyer sein Metier beherrscht und tanzte schwungvoll und gekonnt zum Auftakt eine schöne Choreografie. Dann folgte der Prinz, an seiner Seite Confluentia Sabine. Mit dem fröhlich gesungenen Saisonlied sprang die Begeisterung schnell über.

 

„Olau“ statt Helau oder Alaaf

 

Majestät Hubertus begrüßte seine Kollegen und es war trotz der inzwischen gewonnenen Routine ein besonderer Auftritt: „Ich bin etwas aufgeregt und weiß gar nicht warum“, gab er sympathisch zu. „Es ist schön, dass ich meine närrischen Ambitionen mit dem Job verbinden kann und bedanke mich dafür ganz herzlich bei der Geschäftsführung, meinen Vorgesetzen und Kollegen, die dies alles ermöglichen.“

Hubertus erklärte auch den besonderen Ruf „olau“ der statt Helau oder Alaaf gerufen wird: „Olau ist eine Abkürzung und steht für ´ohne Lachen alles umsonst`“.

Eine Kollegin nahm ihn später zu Seite und wollte wissen, wie sich sein Leben als Prinz anfühle. „Seit Januar bin ich freigestellt und genieße es sehr, „vollberuflich Prinz“ zu sein“, so Hubertus. „Doch inzwischen vermisse ich meine Arbeit, die Kollegen und möchte gerne wissen, wie es den Patienten auf meiner Station mittlerweile geht. Aber natürlich bin ich auch traurig, wenn bald alles vorbei ist.“

 

Die zweite Station bei Vitos in Hadamar war der Wohnbereich der Begleitenden psychiatrischen Dienste. Hier warten Hase, Vampir und Zauberer im liebevoll dekorierten Gemeinschaftsraum schon sehr gespannt auf den Auftritt. Viele Bewohner und auch die Mitarbeiter waren kostümiert und freuten sich auf den Prinz. Ein Bewohner wollte gerne wissen, der wievielte Auftritt es seit Beginn der Saison für den Hofstaat sei und war von der Antwort „weit über 200“ sehr beeindruckt.

 

Dann wartete der nächste Auftritt und der Hofstaat zog mit der eigenen Flotte weiter. Sorgfältig wurden die über einen Meter langen Fasanenfedern der Prinzenkappe in einer eigens dafür gedachten Schutzhülle verstaut. Der Hofmarschall tauschte die edle Kostümjacke gegen eine praktische Arbeitsjacke, Prinz Hubertus winkte nochmal und schon ging es weiter. Zurückblieben begeisterte Bewohner, Patienten und Kollegen, denen der Besuch sehr gut gefallen hat.