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Vermittlerin des Unaussprechlichen: Ausstellung zur Kunsttherapie am Vitos Klinikum Weil-Lahn in Hadamar

22.08.2018

Hadamar / „Ich kann gar nicht malen!“ Diesen Satz hat Kunsttherapeutin Hildegard Schröder schon oft gehört, wenn Patienten zum ersten Mal zu ihr ins Atelier kommen. „Dabei geht es nicht ums Können“, erklärt sie. Bei der Kunsttherapie steht das, was man ausdrücken möchte, im Mittelpunkt. Oder das, was man über das Mittel der Kunst noch herausfinden möchte. Sie kann ein Weg sein, Worte für das zu finden, was vorher nicht benannt werden konnte.

Goethe wird das Zitat „Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen“ zugeschrieben. Und so beschreibt es auch die Therapeutin: „Die künstlerischen Ausdrucksformen dienen dazu, zu sich selbst zu finden und sich damit auseinander zu setzten.“ Durch das schöpferische Tun und die therapeutische Begleitung könne der Gestaltende einen Perspektivwechsel vollziehen. Das bedeute nicht nur, sich selbst mehr oder anders wahrzunehmen, sondern auch, sich anderen zu zeigen. Die Schönheit der Werke liege dann in ihrer Authentizität und Ausdruckstärke, so Schröder. Manchmal verbinde sich das mit dem Dekorativen, aber dies sei nicht das Entscheidende.

Für die Ausstellung hat Hildegard Schröder die Werke aus über einem Vierteljahrhundert Kunsttherapie in der Klinik zusammengestellt. Die meisten Arbeiten sind unter ihrer therapeutischen Begleitung entstanden. Die Ausstellung ist ihr Abschied von der Kunsttherapie in Hadamar: Nach 24 Jahren Tätigkeit in der Klinik steht ihr Ruhestand bevor. Die kommissarische Klinikdirektorin Dr. Gundula Rippen und ihr Stellvertreter Dr. Franz Bossong dankten ihr bei der Ausstellungseröffnung für kompetente, besonnene und stets patientenzugewandte Arbeit.

Zusehen ist die Ausstellung im Haus 1 bei Vitos Weil-Lahn in Hadamar (Mönchberg 8):
Montags bis freitags zu Bürozeiten zwischen 9.00 und 15.00 Uhr.
Interessierte Besucher melden sich bitte kurz an der Pforte an.