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Eine Einrichtung als Spiegel der Zeit

Am 25. Oktober 1897 wurden die ersten Patienten und Patientinnen in die neuen Gebäude der „Heil- und Pflegeanstalt" bei Weilmünster, damals eine Einrichtung des preußischen Bezirksverbandes Wiesbaden, aufgenommen. Schon nach wenigen Jahren sollten über tausend Menschen in der Großanstalt versorgt werden. Sie stammten überwiegend aus den anwachsenden städtischen Ballungszentren, insbesondere aus Frankfurt am Main, und wurden aufgrund psychischer Leiden, geistiger Behinderung und Armut aufgenommen oder, da sie sich eines Verstoßes gegen die geltenden Gesetze schuldig gemacht hatten, von den Behörden eingewiesen.

Die Einrichtung war um die Wende zum 20. Jahrhundert eine unter ärztlichem Direktorium streng hierarchisch geführte Anstalt, in der die Insassen vor allem diszipliniert, seltener aber - entsprechend den Kenntnissen der Zeit - therapiert wurden. Der von der Außenwelt abgeschnittene Anstaltsalltag gestaltete sich für Insassen und Personal überwiegend eintönig. Vielen Kranken stand ein Anstaltsleben auf Dauer bevor, da Rehabilitationshilfen fehlten.

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Ausstellung

Die Ausstellung wurde 1997 aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Einrichtung in Weilmünster durch das Archiv des LWV Hessen erstellt. Zuletzt wurde sie 2013 ergänzt, eine umfassende Überarbeitung steht aus. Die Ausstellung kann nach telefonischer Vereinbarung besucht werden. Einen ersten – wenn auch sicherlich ungenügenden Eindruck - geben Fotos der Ausstellungstafeln / Tafeln mit historischen Zeitungsberichten.

Heilanstalt - Sanatorium - Kliniken

Zum 100jährigen Bestehen ist eine Festschrift zur Geschichte des Klinikums erschienen:

Christina Vanja (Hg): Heilanstalt – Sanatorium – Kliniken. 100 Jahre Krankenhaus Weilmünster 1897 – 1997, Kassel 1997.

Das Buch ist vergriffen, als pdf-Version steht es hier zum Download bereit. Teil 1 / Teil 2